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Salvete, visitatores harum paginarum – Seien Sie gegrüßt, Besucher dieser Seiten,

die Vertreter des Fachs Latein am Fridericianum freuen sich über Ihren Besuch.

Mit uns begrüßt Sie der nebenstehende Faun, der römische Gott des „Draußen“, ein lustiger Gesell, der Späße versteht und macht, sich bei Spiel und Tanz erfreut und insgesamt von ansteckender Fröhlichkeit ist, ja Lebenslust verkörpert – so sei auch Schule. Eine Kopie dieser späthellenistischen Bronzestatue, eines der schönsten Fundstücke aus der Asche Pompejis, hat der Abiturientenjahrgang 2009 der Schule zum Geschenk gemacht. Sie steht nun im Atrium des Fridericianum.

In der über 460-jährigen Geschichte unserer Schule ist Latein neben Griechisch die entscheidende Konstante und traditionell die Basis aller Bildung. Herzog Johann Albrecht I. hatte 1553 bei Gründung der Fürstenschule (erst 1818 wurde ihr der Name ‚Fridericianum‘ verliehen) genau das im Sinn: Auf Basis der Alten Sprachen und der auf Latein und Griechisch verfassten Werke sollten mündige und gebildete Untertanen erzogen werden – Renaissance im eigentlichen Sinn: Wiedergeburt der antiken Werte, die im Mittelalter in Vergessenheit geraten waren. Auch uns heute sollen die Gedanken der Antike anregen. Als das „nächste Fremde“ (Uvo Hölscher 1994) ist uns die Römerzeit unendlich fern und durchdringt doch unsere Kultur in vielfältiger Weise. Dies hinterfragen wir im Unterricht permanent.