Europäisches Jugendparlament


„Massa, massa, massa.“ 150 Jugendliche liegen auf dem Schulhof des Gymnasiums Oberalster in Hamburg, rufen Worte in einer fremden Sprache und gestikulieren wild. Diese Szene spielte sich am Donnerstag, dem 05. März 2015, ab. Unter den Jugendlichen befand sich auch eine Delegation unserer Schule, bestehend aus Juliane Wiedersberg, Max Lange, Paul Pawel Iwkin (11a), Matti Grotheer, Erik Jahn, Gregor Heilborn und Jan-Eric Fähnrich (11b). Es war der Auftakt der regionalen Auswahlsitzung Nord des Europäischen Jugendparlamentes (EJP). Beteiligt waren neben 9 deutschen Delegationen auch internationale Gastdelegationen aus Armenien, Finnland, der Schweiz, Spanien und der Türkei sowie einige Einzeldelegierte. Auf den Donnerstag, der dem Kennenlernen der anderen Teilnehmer diente und deshalb mit diversen Team Building-Maßnahmen gefüllt war, folgte die eigentliche Arbeit. Am Freitag wurden in 9 Komitees, die maximal ein Mitglied jeweils einer Delegation enthalten durften und deshalb bunt gemischt waren, Themen diskutiert wie zum Beispiel die europäische Flüchtlingsfrage, europäisches Kartellrecht oder die Schaffung einer gesamteuropäischen Armee. Am Ende des Freitags hatte jedes Komitee eine Resolution erarbeitet, die Probleme konstatierte sowie Lösungen vorschlug. Diese Resolutionen boten die Arbeitsgrundlage für die Vollversammlung, die Samstag und Sonntag in Anspruch nahm und auf der sich nacheinander alle Komitees und ihre Resolutionen der öffentlichen Debatte und der Kritik aller stellen mussten. Die Debatten liefen dabei nach dem Vorbild des europäischen Parlamentes ab: auf das Verlesen der Resolution folgte eine Verteidigungsrede des vorschlagenden Komitees, eine Angriffsrede, die eigentliche offene Debatte und schließlich eine zusammenfassende Rede des vorschlagenden Komitees. Zu guter Letzt erfolgte eine Abstimmung unter allen Delegierten des EJP und im Idealfall die feierliche Verkündung, dass die Resolution vom Europäischen Jugendparlament angenommen wurde. Während der gesamten Sitzung evaluierte eine 4-köpfige Jury die Abgeordneten, um schließlich die besten 3 Delegationen auszuwählen. Neben Delegationen aus Berlin und Eckernförde hat sich auch unsere Delegation vom Fridericianum qualifiziert und wird nun vom 28. Mai bis 02. Juni in der bayrischen Stadt Passau Mecklenburg-Vorpommern und den Norden Deutschlands repräsentieren. Bei dieser Sitzung werden die Delegationen ermittelt, die Deutschland bei der internationalen Sitzung des Europäischen Jugendparlamentes vertreten werden. Neben der Qualifikation für die nationale Auswahlsitzung stand unter dem Strich ein langes Wochenende voller harter Arbeit, aber auch voller neuer und interessanter Bekanntschaften sowie kultureller Höhepunkte aus ganz Europa. Zudem war die Veranstaltung für die Fremdsprachkenntnisse sicher nicht schädlich, denn die gesamte Veranstaltung wurde auf Englisch abgehalten. Kurzum: ein gelungenes Projekt mit erfolgreichem Ausgang für unsere Delegation.