Bericht über die Teilnahme an der NAS des EJP 2016

Eine Bilanz aus sechs Tagen EJP: ein Drucker im Handgepäck, über dreißig geleerte Dosen koffeinhaltiger Erfrischungsgetränke, unzählige Debatten, ganz wenig Schlaf und ein eingespieltes Team. Für die siebenköpfige Delegation des Gymnasiums Fridericianum wurde die Teilnahme an der Nationalen Auswahlsitzung des Europäischen Jugendparlaments in Lübeck erneut zu einem vollen Erfolg.

An sechs aufregenden Tagen oblag es Hannah Ludmann, Nawal Solh, Charlotte Reihs, Timo Preuß, Ivo Kellner, Philip Weber und Jannis Stöter dieses Mal diverse Aspekte europäischer Gesundheitspolitik zu diskutieren, Lösungen zu finde und zu bewerten. Die weitgefächerten Themen umfassten unter anderem die Frage, ob sich die Europäische Union für die Legalisierung von aktiver Sterbehilfe einsetzen sollte oder wie sie und ihre Mitgliedsstaaten Telemedizin und eHealth-Anwendungen besser nutzen und gleichzeitig die Sicherheit von Patientendaten gewährleisten können. Ebenso diskutiert wurde die Frage nach der Einführung einer Steuer auf Softgetränke, auch wenn dies in Teilen der Schweriner Delegation auf Ablehnung stoß. Wer Interesse hat, kann sich die ausgearbeiteten Resolutionen unter folgendem Link genauer anschauen:

http://www.eyp.de/data//2016/05/EJP_Resolutionsheft_NAS-Lübeck-2016_WEB.pdf

Die Teilnahme am Projekt selbst bedeutete für die sieben die Errungenschaften des modernen Europas zu leben. Zum einen gibt ihnen das Europäische Jugendparlament immer wieder die Möglichkeit und ein Forum, ihre eigenen Ideen und Meinungen zu äußern, zu teilen und kritisch zu diskutieren – alles auf Englisch – und zum anderen bringt es viele engagierte junge Menschen nicht nur aus ganz Deutschland, sondern aus vielen Teilen Europas zusammen. Letzteres motiviert, bis vier Uhr morgens wach zu bleiben, um die letzten Details an seinen Reden für den nächsten Tag auszuarbeiten.

Ein kleiner Wehrmutstropfen ist allerdings die Tatsache, dass die Delegation des Fridericianums in diesem Jahr einmal wieder die einzige Delegation aus den neuen Bundesländern war, die sich für die Sitzung in Lübeck qualifiziert hatte. Ihre gemeinsame Reise ist jedoch noch nicht vorüber. Aufgrund ihrer besonderen Leistungen wurden die sieben Delegationsmitglieder ausgewählt, im Frühjahr 2017 als deutsche Gastdelegation zur nationalen Auswahlsitzung des Europäischen Jugendparlaments in Schweden nach Uppsala zu reisen. Darauf freuen sich alle Delegationsmitglieder bereits außerordentlich.