Wählen üben - Die Juniorwahl

Am 26. September war es wieder soweit. An diesem Tag konnten alle wahlberechtigten Bürger und Bürgerinnen einen neuen Bundestag wählen. Gleichzeitig wurde in MV der Landtag gewählt.

Da die Bevölkerungsgruppe der unter 18 -Jährigen noch nicht wählen darf, wird ihr in den Schulen die sogenannte Juniorwahl angeboten. Diese Juniorwahl, die auch in unserer Schule durchgeführt wird, dient zur politischen Bildung in Schulen.

Dieses Projekt, welches zu den größten Schulprojekten in der Bundesrepublik Deutschland zählt und alle Schulformen umfasst, wird bei uns schon ab Klasse 8 im Rahmen des Sozialkundeunterrichts durchgeführt.

 

Ein Ziel der Juniorwahl ist es, den Jugendlichen bei ihrer Meinungsbildung zu helfen. Zudem sollen die Jugendlichen auf die Teilnahme innerhalb des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland vorbereitet werden, damit sie die Politikverdrossenheit überwinden und wissen, wie das politische System der BRD aufgebaut ist.

Bei uns am Fridericianum wird mit der klassischen Papierwahl gewählt, welche die Juniorwahl authentischer widerspiegelt. Die Schüler bekommen bei diesem Wahlverfahren außerdem einen Einblick in den Prozess der Stimmauszählung. Die Schulen werden für das Wahlverfahren mit allen Wahlmaterialien zur Durchführung eines realitätsnahen Wahlakts ausgestattet: Von Wählerverzeichnissen und Wahlbenachrichtigungen über Wahlkabinen sowie Wahlurne und Stimmzettel des jeweiligen Wahlkreises bei der Papierwahl.

Der Wissenszuwachs ist dabei natürlich am größten, wenn die Schüler im Sozialkundeunterricht einen tiefen Einblick in das Wahlsystem bekommen und sich damit auch auseinandersetzen. Gleichzeitig werden im Unterricht die „großen Parteien“ der Bundesrepublik ausreichend vorgestellt, damit sich jeder Schüler ein eigenes Bild von den Parteien machen kann.

Die meisten Schüler in meinem Kurs fanden die Juniorwahl sehr interessant, denn uns wurde anhand der Juniorwahl gezeigt, wie eine Wahl abläuft. In der Klassenstufe 11 gab es im Vergleich zu den „richtigen Wahlen“ andere Wahlergebnisse. Während bei uns die FDP mit einer großen Mehrheit gewählt wurde, wurde sie bei der Bundestagswahl nur viertstärkste Partei. Die Grünen waren bei uns zweitstärkste Kraft, ähnlich wie bei der Bundestagswahl, bei der sie am drittmeisten Stimmenbekamen. An diesen Ergebnissen erkennen wir, dass der Großteil der wahlberechtigten Bevölkerung andere Interessen und Ideen vertritt als die Jugendlichen.

 

Schulreporter Rötger

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